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Das Autogene Training kompakt erklärt

Kannst du in eigenen Worten erklären, was das Autogene Training ist? Gerne möchte ich dir in diesem Artikel eine kleine Hilfestellung geben und dir dieses Entspannungsverfahren im theoretischen Kontext etwas näher bringen. 

Wir beginnen mit einer Definition – Was ist das Autogene Training überhaupt?
Das Autogene Training ist ein auf Autosuggestion basiertes Entspannungsverfahren, also eigentlich ein „in sich selbst entstehendes Trainingsprogramm“, dessen Hauptmedium bestimmte Formeln sind, die der Übende schlussendlich selbst seinem Körper und seinem Unterbewusstsein anbietet. Es geht hauptsächlich um eine sogenannte psycho-vegetative Umschaltung des Körpers zur gezielten Entspannung ganz im Sinne des „Geschehenlassens“.Diese wissenschaftlich erwiesene Entspannungsmethode weist in zahlreichen Studien die gesundheitsfördernde Wirkung vor und geniesst sowohl bei Gesundheits- und Rehabilitationsinstitutionen als auch in therapeutischen Praxen immer mehr Anerkennung. 

Kurze Reise in die Geschichte
Schon im 16. Jahrhundert vor Christus wurden im alten ägyptischen Papyrus Behandlungsmethoden solcher Art erwähnt. Im Jahre 1843 wurde die klassische Hypnose durch Dr. James Braid wissenschaftlich erarbeitet, wodurch sich daraus Ende des 19. Jahrhunderts Oskar Vogt mit der Selbsthypnose beschäftigt hat. Diese wurde 1932 durch den bekannten Psychiater Johannes Heinrich Schultz ins Autogene Training, wie wir es heute kennen, abgeleitet und als offizielle Entspannungsmethode veröffentlicht.

Welches Ziel verfolgt das Autogene Training?
Das Autogene Training besteht in der Grundstufe aus sechs bis sieben Formeln, die sich auf verschiedene Körperebenen und Organe beziehen. Mittels der Autosuggestion und der Hinlenkung unserer Aufmerksamkeit, wird der gewünschte Zustand erreicht. Das Ziel besteht darin, sich durch Selbstbeeinflussung mit den Formeln körperlich und mental zu entspannen.Das Autogene Training grenzt sich von der Hypnose aufgrund der Anwendungstechnik ab. Während der Anwender in der Hypnose auf eine Fremdbeeinflussung (fremdsuggestiv) angewiesen ist, basiert das Autogene Training auf die Selbstbeeinflussung (autosuggestiv).

Wie wirkt das Autogene Training?
Innere Ruhe und Gelassenheit führen zu einer Leistungssteigerung und einer Normalisierung der Funktionen unserer Organe.Auch das autonome Nervensystem wird positiv beeinflusst und kann so allfälligen Herz-Kreislaufproblemen, Magen-Darm-Beschwerden und weiteren Symptomatiken entgegenwirken. Diszipliniert angewendet kann das Autogene Training Schmerzen auf allen Ebenen lindern, die Konzentrationsfähigkeit steigern und den erhöhten Stresslevel senken.Somatisches und psychisches agieren und reagieren stets miteinander (Bsp. Blutdrucksteigerung & Pupillenerweiterung bei Angstgefühl). So hat nicht nur Psychisches, sondern auch schon rein eine gedankliche Vorstellung die Tendenz, im Körper wirksam zu werden.

Das Autogene Training im Time Out
Im Time Out hast du die Möglichkeit, dieses Entspannungsverfahren in Form eines Einzelkurs-Settings kennen zu lernen. Dieses Kurssetting beinhaltet acht Sitzungen im ein- bis zwei wöchentlichen Rhythmus, die jeweils zwischen 30 – 45 Minuten dauern.Die Sitzungseinheiten bestehen aus der Reflexion des Erlebten unter der Woche, das Kennenlernen einer jeweiligen neuen Formel sowie aus einer gezielten Anleitung zur Entspannung und Vertiefung des Gelernten. Mit jeder Sitzung lernst du eine neue Formel kennen und spürst diese am eigenen Leib, indem du aktiv in die Entspannung reingeleitet wirst. Zu Beginn und zum Abschluss einer solchen Serie wird ein Anamnese- bzw. Feedbackgespräch geführt. Darin eruieren wir zusammen, an was wir arbeiten möchten und in wie fern wir die gesetzten Ziele erreicht haben.

Gönn dir ein Time Out, deiner Gesundheit zuliebe!

Larissa

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