Mit kleinen Tricks den Alltag entspannt bewältigen

Wie oft hast du dich heute schon genervt?
Zähl mal auf.
Was wäre, wenn einfache Tricks dir dabei helfen würden, deinen Alltag etwas entspannter zu bewältigen?

Im heutigen Artikel möchte ich dir ein paar dieser Kniffs mitgeben. Auch dienen sie dazu, einfach mal ein kleiner Break während deiner Geschäftigkeit zu bekommen.
Und damit du sie dir gleich verinnerlichen oder an einen Ort deiner Wahl aufhängen kannst, steht dir am Ende dieses Beitrages ein Tricksheet zum Download zur Verfügung.

Am besten nimmst du dir einen ausgiebigen ruhigen Moment, um diesen Artikel nicht nur durchzulesen, sondern gleich auszuprobieren.
Lass uns loslegen.

Raus aus dem Strudel
Es gibt Tage und Momente, da fällt dir gefühlt gleich alles auf den Kopf und ständig trudeln neue To-Dos oder Anliegen der Mitmenschen rein. Lass es nicht soweit kommen und ziehe dich immer mal wieder, bevor dich unangenehme Stressanzeichen einholen, für 2 Minuten zurück und nimm tiefe, bewusste Atemzüge.
Das bewusste Atmen kann wahrhaftige Wunder wirken. Dein Puls wird umgehend gesenkt und du kannst beobachten, wie sich eine angenehme Ruhe ausbreitet.
Das ist übrigens kein Fluchtverhalten vor der Arbeit, sondern die persönliche Ladestation für deine Energiebatterie 😉

Körperreise
Diese bietet sich zum Beispiel in der Mittagspause als hervorragendes Time Out an. Die Dauer kannst du deiner Pause anpassen. Wichtig dabei ist, dass du deine volle Aufmerksamkeit für diese Momente nach innen lenkst, muskulär alles loslässt und einmal beobachtest, was in deinem Körper so abgeht.
Beginne am besten bei deinen Händen, wandere über die Arme zu deinen Schultern, über den Brustkorb zum hinteren Rücken, danach zum unteren Rücken, weiter in die Bauchregion. Wandere dann weiter die Beine hinab, über die Knie bis in die Zehenspitzen. Zum Schluss versuchst du, den Körper als Ganzes wahrzunehmen. Vielleicht kannst du gewisse Empfindungen beobachten?

Die Progressive Muskelentspannung in Kurzform
Diejenigen, die dieses Verfahren als Ganzes schon erlernen durften, wissen, welch ungemeines Potenzial da drin steckt. Und um sich zwischendurch kurz aus dem Trouble rauszunehmen, kann sie in ihrer Mikroform angewendet werden. Insbesondere um auch einfach mal zu spüren, wie wenig es braucht, um eine Wirkung zu erzielen. Erfahrungsgemäss haben die meisten den besten Zugang zu ihren Händen. Deshalb empfehle ich dir, auch bei denen anzufangen. Lenke deine Aufmerksamkeit für einen Moment entweder in beide oder in deine dominante Hand. Balle diese dann zu einer Faust und halte diese Anspannung für ein paar Sekunden. Wenn du soweit bist, lässt du abrupt los und beobachtest die Wahrnehmungen.
Im Kontext zur Anwendung im Alltagsgeschehen hat das Ganze eine psychologische Wirkung des Loslassens. Staut sich aufgrund einer ärgerlichen Situation etwas an, so kann es mit dem abrupten Loslassen der Hände nach der Anspannung ebenfalls verabschiedet werden.

Das Autogene Training in Kurzform
Ähnlich wie mit der Progressiven Muskelentspannung, verhält es sich auch mit dem Autogenen Training. Der Unterschied liegt darin, dass du dabei nicht handlungsaktiv die Hände an- und wieder entspannst, sondern, darin, dass du die einzelnen Formeln des Verfahrens in Kurzform gedankenorientiert anwendest. Du musst auch nicht zwingend alle Formeln durchgehen. Je nach Situation und deinem Bedürfnis, liegt es in deiner Entscheidung, für welche Körperregion oder Formel du dich festlegst. Versuche auch hier den Körper als Ganzes wahrzunehmen, wenn du mit der Schwere und bzw. oder der Wärmeformel arbeitest. Ist es eine andere Formel, so beobachtest du das jeweilige Empfinden, wenn du deine Aufmerksamkeit dorthin lenkst.

Wenn du mehr über diese beiden Entspannungsverfahren hören oder sogar am eigenen Leib spüren willst, dann stehe ich dir jederzeit für ein erstes unverbindliches Beratungsgespräch zur Verfügung. Zögere nicht, mich anzuschreiben, ich freu mich drauf!

Es ist okay
Leistung hier, Leistung da.
Noch mehr.
Noch schneller.
Noch besser.
Schwachsinn.
Stoppe einmal für einen Moment dein Hamsterrad und reflektiere, was du bis anhin schon alles erreicht hast. Geniesse diesen Moment und sei stolz darauf.
Den Leistungsdruck kannst du etwas abbauen, in dem du das so zulässt, wie es gerade kommt.
Oder hat dir jemals schon jemand erzählen wollen, dass es nicht okay ist, wenn du dir eine Pause gönnst, um danach wieder motiviert und konzentriert arbeiten zu können?
Es ist okay, dass du dir viele Gedanken machst. Aber es ist auch okay, diese einfach mal vorbeiziehen zu lassen und dann zurück zu holen, wenn sie an der Reihe sind.
Es ist okay, dass du viel zu tun hast. Aber es ist auch absolut okay, dir eine Prioritätenliste zu machen und eines nach dem anderen zu erledigen, ohne dich rechtfertigen zu müssen.
Okay?

Mobilisation für zwischendurch
Es spannt im Nacken und zieht im Kreuz. Die Gelenke knacken fast im Chor und beim Spielen mit den Kids merkst du, wie unbeweglich du geworden bist.
Der Körper hat von Natur aus das starke Bedürfnis bewegt zu werden. Denk nur mal an die Steinzeit zurück. Unendliche Stunden waren diese Menschen zum Jagen unterwegs.
Das viele Sitzen in der heutigen Zeit ist ein fataler Widerspruch und bringt körperliche und schlussendlich auch psychische Beschwerden mit sich.
Mit einfachen Mobilisationsübungen kannst du deinem Körper zwischendurch ein kleines Time Out gönnen. Es sind alle sehr gut am Arbeitsplatz durchführbar und nehmen nicht viel Zeit in Anspruch.
Die Nackenmuskulatur kannst du etwas lockern, in dem du dich gerade hinsetzt und den Nacken jeweils leicht zur Seite neigst, bis du ein sanftes Ziehen spürst.
Die Schultern werden aufgelockert, indem du sie kreist. Ziehe sie soweit als möglich zu den Ohren hoch, dann nach hinten, lasse sie runtergleiten. Wiederhole dies nach deinem Befinden.
Mache eine Rückendehnung, indem du die Arme auf deinen Pult ablegst, mit dem Stuhl, auf dem du aufrecht sitzt, nach hinten rollst bis die Arme ausgestreckt sind. Rücken und Arme sind nun gestreckt und werden gedehnt.
Mache eine imaginäre Kirschpflück-Runde, indem du aufstehst und dich streckst. In der Streckposition „pflücken“ deine Hände im Wechsel feine Kirschen vom Baum. =) Die Rumpfseite kannst du dehnen, indem du in ausgestreckter statischer Position in die Seitneigung gehst.
Zum Abschluss kannst du deine gesamte Wirbelsäule mobilisieren. Das machst du mit der Rotationsbewegung im Stand. Die Arme schwingen dabei locker mit.
Natürlich musst du nicht immer das volle Programm machen. Auch hier kannst du selbst Entscheiden, welche der Übungen du gerade für richtig hältst.

Das ist nur eine kleine Auswahl von Alltags-Time Outs, die du in deinen Tag einbauen kannst. Sei neugierig und experimentierfreudig, um die passenden Tricks für dich herauszufinden. Falls du Unterstützung oder Inspiration benötigst, freue ich mich über deine Kontaktaufnahme.

Gönn dir ein Time Out, deiner Gesundheit zuliebe!
Larissa

Bildquelle: Pixabay.com


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