stress

Risikofaktor Stress

„Hab jetzt keine Zeit, bin im Stress.““Was für ein Stress, diese ständigen Termine.““Stress mich nicht!“Aussagen, die wir tagtäglich hören oder selbst aussprechen. Aber was genau stresst uns überhaupt? Sind es tatsächlich die Situationen oder ist es unsere Reaktion darauf?

Was ist Stress überhaupt?
Gert Kaluza definiert es in seinem Buch „Stressbewältigung“ sehr treffend:„Der Begriff der Stressreaktion bezeichnet zusammenfassend alle die Prozesse, die aufseiten der betroffenen Person als Antwort auf einen Stressor in Gang gesetzt werden. Diese Antworten können auf der körperlichen, auf der behavioralen und auf der kognitiv-emotionalen Ebene ablaufen.“

Wir definieren Stress oftmals als einen Druck entstehend aus vielen Terminen, überfüllten To-Do-Listen oder Aufgaben, die möglichst JETZT erledigt werden sollten. Stress hat jedoch sehr viel mit dem persönlichen Empfinden zu tun. Das erklärt auch, warum die einen eine Situation als besonders stressig erleben, während andere diese mit Lockerheit angehen. Gefühlt können die Aufgaben nicht mehr bewältigt werden. Das ist für uns unangenehm und somit ein Stressor. Das Gleichgewicht zwischen den Anforderungen an uns und unseren eigenen Ressourcen wird gestört und wir geraten in eine Dysbalance. 

So reagiert unser Körper in einer Stresssituation
Werden wir mit einem Stressor konfrontiert, setzt sich unser Körper in sekundenschnelle in Alarmbereitschaft. Die Stresshormone Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol werden ausgeschüttet und sämtliche in dieser Situation überfälligen Funktionen, wie die Verdauung, Energiespeicherung, Wachstum etc., stellt der Organismus ein, um die komplette Energie für die Belastung zur Verfügung zu haben. Die Herzfrequenz und der Blutdruck steigen deutlich an. Unsere Muskeln werden besser und schneller durchblutet, damit sie ihre Arbeit kräftig verrichten können. Alle diese Abläufe werden von unserem Gehirn aus gesteuert. Das geschieht durch ein komplexes Zusammenspiel zwischen dem zentralen- und vegetativen Nervensystem und dem Hormonsystem. Ist die Stresssituation vorbei, so entspannt sich allmählich alles wieder und es verläuft alles wieder in seinem gewohnten Rhythmus. Diese Entspannung ist enorm wichtig, da wir sonst auf Dauer gesundheitliche Schäden davon tragen können. Und somit sind wir schon beim nächsten Thema……..

Das sind die Auswirkungen, wenn wir nicht mehr zur Ruhe kommen
Unser Organismus, die Leistungsfähigkeit, ja unsere gesamte Gesundheit wird in Mitleidenschaft gezogen, wenn wir dem Dauerstress ausgesetzt sind. Erste körperliche Symptome wie Nacken-, Kopf-, und Rückenschmerzen, aber auch Magen-Darmprobleme machen sich bemerkbar. Unser Immunsystem wird geschwächt und wir werden anfälliger an Infektionskrankheiten zu leiden. In einem späteren Stadium kommen Herz-Kreislaufbeschwerden/Krankheiten dazu. Beginnend mit Bluthochdruck und worst case endend mit einem Herzinfarkt. Aber auch auf psychischer Ebene machen sich klare Anzeichen bemerkbar. Die Konzentrationsfähigkeit lässt nach, wir reagieren schneller gereizt, leiden an Erschöpfungszuständen. Das Wort Burnout in diesem Kontext ist dir sicherlich auch ein Begriff. 

So kannst du dem Stress entgegenwirken
Jeder möchte multitaskingfähig sein und keiner ist es.Unser Gehirn kann immer nur einen Reiz nach dem anderen verarbeiten. Weil es jedoch ein Genie der Sonderklasse ist, geschieht dieser Verarbeitungsprozess in Lichtgeschwindigkeit. Das lässt uns in dem Glauben, mehrere Dinge gleichzeitig erledigen zu können. Wir verfallen in ein Muster, alles miteinander zu machen, was uns früher oder später über den Kopf wächst. Ergo Stress. Eines nach dem Anderen ist hier das Zauberwort. Versuche doch einmal, die Dinge richtig zu priorisieren und eine Aufgabe nach der anderen nach Prioritätsstufe abzuarbeiten.Wenn du einer Alltagstätigkeit nachgehst, die du richtig gerne magst, baut sich der Ballast vom Tag schneller wieder ab. Das kann ein Spaziergang an der frischen Luft sein, oder eine spannende Lektüre, das Puzzeln oder einfach das Geniessen einer Tasse Tee. Erlaube es dir, diese Zeit zu nehmen, du tust damit deiner Gesundheit auf längere Sicht einen grossen Gefallen.Es ist von grosser Bedeutung sich und seine eigenen Grenzen zu kennen. Setze dir diese Grenzen und lass diese nicht brechen.Erinnere dich immer mal wieder daran, was du bis anhin schon alles erreicht hast und denke weniger darüber nach, was du alles noch haben willst. Das baut Druck ab und Selbstvertrauen auf.

Stress – Sind es tatsächlich die Situationen oder ist es unsere Reaktion darauf?

Gönn dir ein Time Out, deiner Gesundheit zuliebe.

Larissa

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